Bewegungsförderung / Motopädisches Turnen

Mein Name ist Astrid Leska, ich bin selber Mutter von 4 Kindern. Von Beruf bin ich staatl. anerkannte Erzieherin und Motopädin. Außerdem habe ich eine Weiterbildung zur SI-Mototherapeutin. Ich bin tätig als Motopädin in verschiedenen Kindertageseinrichtungen/Grundschulen, sowie als Dozentin in der Weiterbildung für ErzieherInnen (U3/Sprachförderung).
Bis 2005 habe ich im Familienzentrum St. Gerburgis als integrative Fachkraft gearbeitet. Seit 2007 biete ich im Familienzentrum das motopädische Turnen an. Die Praxis „KiB mobil – Praxis für Mototherapie“ habe ich im Jahr 2009 gegründet. Mittlerweile sind wir ein Team von 5 Motopäden, die im Kreis Coesfeld, Münster und Rheine motopädagogische Angebote in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen anbieten – In Nottuln sind wir im Familienzentrum St. Gerburgis und in der Ev. Marien-Kita tätig. Ein weiterer Schwerpunkt der Praxis sind Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte (ErzieherInnen, LehrerInnen und ÜbungsleiterInnen etc.)

Seit 2007 bieten wir in dem Familienzentrum „St. Gerburgis“ motopädische Angebote an. Die Kinder werden nachmittags in Kleingruppen betreut. Die Motopädie orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Kinder, d.h. die Kinder wählen das Thema ihrer Turnstunde und erleben das Turnen in ihrem Handlungsfeld, dem Spiel. So verändert sich die Turnhalle schon einmal in einen großen Zirkus, wir besuchen die Tiere auf einem Bauernhof oder im Zoo, reisen zum Nordpol oder fliegen mit Flugzeugen in den Dschungel.
Für die Teilnahme am motopädischen Turnen sind eine Anmeldung, sowie eine Rehasportverordnung erforderlich. Ihr Kinderarzt/Arzt kann Ihnen diese Verordnung ausstellen, wenn:
Funktionen der Wahrnehmung erhalten/verbessert werden sollen;
– Funktionen der Bewegung und Koordination erhalten/verbessert werden sollen;
– Sprache gefördert/unterstützt werden sollen
– Selbstvertrauen/Selbstbewusstsein unterstützt/gefördert werden sollen;
– Sozial-emotionale Kompetenzen unterstütz/gefördert werden sollen;
– Funktionen der Stütz- und Bewegungsorgane erhalten/gestärkt werden sollen;
– Funktionen des Herz-/Kreislaufsystems erhalten/verbessert werden sollen;
– Funktionen innerer Organe wie Lunge, Nieren, Stoffwechsel, Durchblutung erhalten/verbessert werden sollen;
Rehasportverordnungen sind „Hilfen zur Selbsthilfe“, d.h. die Verordnung ist nicht abhängig vom Budget des Arztes, sondern eine freiwillige Hilfsmaßnahme, die Sie sich (Ihrem Kind)
zukommen lassen. Somit können Sie Ihrem Kind die Teilnahme an einem ganzheitlichen Bewegungsangebot ermöglichen. An dieser Stelle möchte ich deutlich darauf hinweisen, dass das motopädische Turnen ein Förder- und kein Therapieangebot ist. Motopädisches Turnen sollte in diesem Setting (Rehasportangebot) als ein Hilfsmittel betrachtet werden, dass die Entwicklung nachhaltig unterstützen und fördern kann. Motopädisches Turnen kann und will keine Therapie (Ergo- Logo-Mototherapie) ersetzen, sondern ggf. bestehende Therapien unterstützen, bzw. einfach nur ein Förderangebot sein, das die individuelle Entwicklung des Kindes ganzheitlich wahrnimmt und unterstützt.